Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz bei emotionalem Essen und Essanfällen in Neuss

Emotionales Essen und Essanfälle verstehen und verändern

Du nimmst dir vor, kontrollierter zu essen – und greifst in belastenden Momenten trotzdem zum Essen? Vielleicht erlebst du regelrechte Essanfälle, das Gefühl, nicht mehr aufhören zu können, und danach Scham oder Schuldgefühle.

In der Psychotherapie untersuchen wir nicht nur, was du isst. Wir schauen gemeinsam darauf, was die Essanfälle auslöst und aufrechterhält – und wie du neue Möglichkeiten entwickeln kannst, mit Stress, Gefühlen und starkem Essdrang umzugehen.

Kommt dir Das bekannt Vor?

Wenn Essen kurzfristig hilft – und langfristig belastet

  • Du isst, obwohl du körperlich nicht hungrig bist.
  • In belastenden Momenten scheint Essen kaum kontrollierbar.
  • Du isst schneller oder mehr, als du eigentlich möchtest.
  • Du möchtest nicht, dass andere sehen, wie viel du isst.
  • Nach einem Essanfall fühlst du dich schuldig oder beschämt.
  • Du versuchst, den Essanfall durch neue Regeln oder Verzicht auszugleichen.
  • Deine Gedanken kreisen häufig um Essen, Gewicht oder Selbstkontrolle.
  • Essen beruhigt dich kurzfristig, löst das eigentliche Problem aber nicht.

Nicht jedes emotionale Essen ist eine Essstörung. Entscheidend sind unter anderem Häufigkeit, Kontrollverlust, Leidensdruck und die Folgen für deinen Alltag.

KLare Trennung

Emotionales Essen, Essanfall oder Binge-Eating-Störung?

Emotionales Essen

Von emotionalem Essen spricht man, wenn Essen vor allem dazu dient, Gefühle oder innere Zustände zu beeinflussen – beispielsweise Stress, Einsamkeit, Langeweile, Ärger oder Erschöpfung. Emotionales Essen ist nicht automatisch eine psychische Erkrankung.

Essanfall

Bei einem Essanfall wird innerhalb eines begrenzten Zeitraums deutlich mehr oder anders gegessen als üblich. Besonders kennzeichnend ist das subjektive Gefühl, die Kontrolle über das Essen verloren zu haben.

Binge-Eating-Störung

Bei einer Binge-Eating-Störung treten solche Essanfälle wiederholt auf und verursachen einen deutlichen Leidensdruck. Anders als bei einer Bulimia nervosa folgen ihnen nicht regelmäßig kompensatorische Maßnahmen wie selbst herbeigeführtes Erbrechen.

Kann man auch Hilfe suchen, wenn keine Diagnose vorliegt?

Ja. Du musst nicht bereits diagnostiziert sein und dein Problem muss nicht erst „schlimm genug“ werden. In einem ersten Gespräch klären wir, wie sich dein Essverhalten zeigt, wie stark du darunter leidest und welche Form der Unterstützung angemessen ist.

Die ICD-11 führt die Binge-Eating-Störung als eigenständige Diagnose unter 6B82. In der in Deutschland verwendeten ICD-10-GM besitzt sie bislang keinen eigenen spezifischen Diagnosecode.

Erklärung des aufrechterhaltenden Kreislaufs.

Warum sich Essanfälle trotz guter Vorsätze wiederholen

Essanfälle haben meist nicht mit mangelnder Disziplin zu tun. Häufig entsteht ein Kreislauf aus emotionaler Belastung, eingeschränktem oder unregelmäßigem Essen, starkem Essdrang, kurzfristiger Erleichterung und anschließender Selbstabwertung. Je strenger danach gegengesteuert wird, desto wahrscheinlicher kann der nächste Kontrollverlust werden.

Mein Therapeutisches angebot.

Woran wir in der Psychotherapie arbeiten können

1. Muster verstehen

Wir untersuchen konkrete Essanfälle: Was ging ihnen voraus? Welche Gedanken, Gefühle, körperlichen Zustände und Situationen waren beteiligt? Was hat das Essen kurzfristig bewirkt?

2. Essen stabilisieren

Unregelmäßiges Essen, ausgelassene Mahlzeiten und rigide Ernährungsregeln können Essanfälle begünstigen. Deshalb kann eine verlässlichere und weniger restriktive Essstruktur Teil der Behandlung sein.

3. Essdrang anders beantworten

Du lernst, Essimpulse früher wahrzunehmen, einen Moment Abstand zu gewinnen und verschiedene Reaktionsmöglichkeiten auszuprobieren – ohne den Drang bekämpfen oder sofort umsetzen zu müssen.

4. Gefühle regulieren

Gemeinsam entwickeln wir Alternativen für Situationen, in denen Essen bisher beruhigt, betäubt, belohnt oder von Belastungen abgelenkt hat.

5. Selbstwert und Körperbild stärken

Wir bearbeiten Selbstabwertung, Scham, rigide Bewertungen des eigenen Körpers und die starke Verknüpfung von Gewicht, Essen und persönlichem Wert.

Meine Arbeit ist kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientiert und kann Elemente aus ACT, der DBT, achtsamkeitsbasierten Verfahren und der Emotionsregulation integrieren.

ABLAUF.

So kann die Behandlung ablaufen

1. Orientierungsgespräch – kostenlos · 30 Min. · online

Wir sprechen kurz miteinander: Was bringt dich her, was erhoffst du dir – und passt mein Angebot zu deiner Situation? Kein klinisches Interview, keine Diagnostik. Danach entscheiden wir beide, ob wir weitermachen möchten.

2. Erstgespräch – 130 € · 50 Min. · online oder in der Praxis

Anamnese, psychopathologischer Befund, erste diagnostische Einordnung. Wir entwickeln ein gemeinsames Verständnis deiner Situation und besprechen, wie eine Behandlung aussehen könnte.

3. Behandlung – 130 € · 50 Min. · online oder in der Praxis

Die eigentliche psychologische Begleitung – individuell auf dein Anliegen abgestimmt. Frequenz, Format (online oder in der Praxis in Neuss) und Dauer werden nach dem Erstgespräch gemeinsam vereinbart.

4. Stabilisierung und Rückfallprophylaxe

Zum Abschluss halten wir fest, woran du frühe Warnzeichen erkennst und wie du nach einem erneuten Essanfall handlungsfähig bleibst.

Eine Behandlung kann beispielsweise zwölf Sitzungen umfassen. Dauer und Frequenz werden jedoch individuell vereinbart und bei Bedarf angepasst.

Was theraphie nicht bedeutet.

Keine neue Diät. Kein Kampf gegen deinen Körper.

Ziel der Psychotherapie ist nicht, dich zu mehr Kontrolle, strengerem Essen oder schneller Gewichtsabnahme zu bringen. Im Mittelpunkt steht zunächst, Essanfälle zu reduzieren, ihre Funktion zu verstehen und einen flexibleren Umgang mit Essen, Gefühlen und deinem Körper zu entwickeln.

Gewichtsabnahme ist keine Voraussetzung für einen Behandlungserfolg. Sollte zusätzlich eine medizinische Adipositasbehandlung oder Ernährungstherapie sinnvoll sein, kann diese parallel durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen erfolgen.

eIGNUNG UND BEANHDLUNGSGRENZEN:

Für wen ist mein Angebot geeignet?

Geeignet:

Mein Angebot richtet sich an Erwachsene mit emotionalem Essen, wiederkehrenden Essanfällen oder einer leichten bis mittelgradigen, ambulant behandelbaren Binge-Eating-Symptomatik.

Vorab oder parallel erforderlich:

Je nach Symptomatik kann eine hausärztliche beziehungsweise fachärztliche Untersuchung notwendig sein. Das gilt insbesondere bei deutlichen Gewichtsveränderungen, Stoffwechselerkrankungen, Kreislaufproblemen, Erbrechen, Medikamenteneinnahme oder anderen körperlichen Beschwerden.

Nicht das richtige Setting:

Mein Angebot ist nicht geeignet bei akuter Suizidalität, medizinischer Instabilität, schwerer psychischer Begleiterkrankung, regelmäßigem Erbrechen, Laxanzienmissbrauch, ausgeprägtem kompensatorischem Sport oder wenn eine intensivere beziehungsweise multiprofessionelle Behandlung erforderlich ist.

Wenn mein Angebot nicht ausreicht, bespreche ich mit dir transparent, welche Fachstelle geeigneter sein könnte.

zU MIR UND MEINER fACHKOMPETENZ

Psychotherapie bei Essanfällen mit einem klaren Blick auf Körper und Verhalten

Mein Name ist Nadja Langeheine. Ich bin Psychologin (M.Sc.) und Heilpraktikerin für Psychotherapie in Neuss-Selikum.

Mein Studium der Gesundheits- und Sozialpsychologie habe ich an der Maastricht University (Niederlande) abgeschlossen. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf nachhaltiger Verhaltensänderung – dem Bereich, in dem sich Essverhalten, Emotionsregulation und Alltagsmuster überschneiden.

Meine Arbeit ist kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientiert und kann Elemente aus ACT (Akzeptanz- und Commitmenttherapie), DBT (Dialectic Behavioral Therapie), achtsamkeitsbasierten Verfahren und der Emotionsregulation integrieren. Ich arbeite ausschließlich im ambulanten Einzelsetting.

Mein Behandlungsspektrum ist bewusst begrenzt. Bei Anliegen, die eine intensivere, multiprofessionelle oder stationäre Versorgung erfordern, bespreche ich mit dir transparent, welche Fachstelle geeigneter sein könnte.

Fachlich geprüft: Juli 2026 · Nadja Langeheine, Psychologin (M.Sc.) & Heilpraktikerin für Psychotherapie

Fachliche Orientierung: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Essstörungen (DGPM/DKPM, 2018), NICE Guideline NG69 – Eating disorders: recognition and treatment (2017/2020), ICD-11 Klassifikation 6B82 Binge-Eating-Störung.

Quellen: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Essstörungen, AWMF 051-026 · ICD-10 F50 Essstörungen · NICE Guideline NG69 – Eating disorders (2017/2020)

Fragen

Häufige Fragen zu emotionalem Essen und Essanfällen

Ist emotionales Essen bereits eine Essstörung?

Nicht zwingend. Emotionales Essen – also Essen als Reaktion auf Stress, Langeweile oder belastende Gefühle – ist weit verbreitet und nicht automatisch eine psychische Erkrankung. Entscheidend sind Häufigkeit, Kontrollverlust, Leidensdruck und die Auswirkungen auf den Alltag. Wenn Essen regelmäßig zur wichtigsten Strategie im Umgang mit Gefühlen wird und du darunter leidest, kann eine fachliche Einordnung sinnvoll sein.

Was ist der Unterschied zwischen emotionalem Essen und Binge Eating?

Emotionales Essen beschreibt das Essen als Reaktion auf Gefühle oder innere Zustände. Es kann gelegentlich vorkommen, ohne Krankheitswert zu haben. Von einer Binge-Eating-Störung spricht man, wenn wiederholt Essanfälle auftreten – also Episoden, in denen innerhalb kurzer Zeit deutlich mehr gegessen wird als üblich, verbunden mit dem Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben – und diese einen deutlichen Leidensdruck verursachen.

Was sind die ersten Schritte, wenn ich Unterstützung suche?

Zuerst ein kostenloses Orientierungsgespräch (30 Min., online) – kein klinisches Interview, nur ein erstes Kennenlernen. Wenn wir beide weitermachen möchten, folgt das Erstgespräch (50 Min., 130 €, online oder in der Praxis): Anamnese, psychopathologischer Befund und gemeinsame Planung. Erst danach beginnt die eigentliche Behandlung – in Frequenz und Format individuell abgestimmt.

Kann eine Binge-Eating-Störung psychotherapeutisch behandelt werden?

Ja. Psychotherapie ist die empfohlene Behandlung bei Binge-Eating-Störung. Aktuelle Leitlinien empfehlen insbesondere eine essstörungsspezifische kognitive Verhaltenstherapie. In meiner Praxis in Neuss arbeite ich kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientiert mit Elementen aus ACT und achtsamkeitsbasierten Verfahren.

Muss ich für eine Behandlung eine Diagnose haben?

Nein. Du musst nicht bereits diagnostiziert sein, um Unterstützung zu suchen. In einem ersten Gespräch klären wir gemeinsam, wie sich dein Essverhalten zeigt, wie stark du darunter leidest und welche Form der Unterstützung angemessen ist.

Muss ich mich während der Behandlung wiegen?

Nein. Wiegen ist kein fester Bestandteil der Behandlung. Ob und wann es sinnvoll sein kann, besprechen wir individuell. Der Fokus liegt auf deinem Essverhalten, deinem Umgang mit Gefühlen und deinem Wohlbefinden – nicht auf einer Zahl auf der Waage.

Geht es in der Behandlung darum, abzunehmen?

Nein. Ziel der Behandlung ist nicht Gewichtsabnahme, sondern Essanfälle zu reduzieren, ihre Funktion zu verstehen und einen flexibleren Umgang mit Essen, Gefühlen und dem eigenen Körper zu entwickeln. Gewichtsabnahme ist keine Voraussetzung für einen Behandlungserfolg.

Was passiert, wenn ich zusätzlich körperliche Beschwerden habe?

Je nach Symptomatik kann eine hausärztliche oder fachärztliche Untersuchung notwendig sein – insbesondere bei deutlichen Gewichtsveränderungen, Stoffwechselerkrankungen oder Medikamenteneinnahme. Bei Bedarf stimme ich mich mit deinen behandelnden Ärztinnen und Ärzten ab.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?

Nein. Meine Behandlung ist eine Privatleistung und wird nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten die Kosten in vielen Fällen anteilig. Eine Einzelsitzung kostet 130 €, das Erstgespräch ist kostenfrei.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Eine Behandlung kann beispielsweise zwölf Sitzungen umfassen. Dauer und Frequenz werden individuell vereinbart und bei Bedarf angepasst. Entscheidend sind dein Anliegen, deine Ziele und dein individuelles Muster.

Ist die Behandlung auch online möglich?

Ja. Je nach Anliegen und rechtlichen Rahmenbedingungen können Sitzungen auch per Video stattfinden. Die Videositzungen laufen über einen DSGVO-konformen, in der EU gehosteten Anbieter. Im Erstgespräch klären wir, ob Online-Sitzungen für deine Situation geeignet sind.

Was passiert im ersten Gespräch?

Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich. Wir klären dein Anliegen, die aktuelle Symptomatik, bisherige Behandlungsversuche und deine Ziele. Außerdem prüfen wir, ob mein ambulantes Angebot fachlich zu deiner Situation passt. Du kannst das Gespräch telefonisch oder per Video führen.

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Unterstützung bei emotionalem Essen und Essanfällen in Neuss

Die Gespräche finden in meiner Praxis in Neuss-Selikum statt – in einer ruhigen Umgebung im Grünen, am Waldrand. Je nach Anliegen und rechtlichen Rahmenbedingungen sind auch Videositzungen möglich.

Die Praxis liegt verkehrsgünstig in der Nähe von Düsseldorf und Köln. Parken ist direkt vor der Tür möglich. Die Behandlung ist eine Privatleistung.

Ablauf & Kosten ansehen
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Du musst nicht erst die Kontrolle verlieren, um dir Unterstützung zu erlauben

In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch klären wir, ob mein Angebot zu deiner Situation passt und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Kennenlerngespräch anfragen

30 Minuten · telefonisch oder per Video · unverbindlich