Soziale Phobie (F40.1)
Ausgeprägte Angst vor sozialen Situationen, in denen man beobachtet oder negativ bewertet werden könnte. Typisch: Angst vor Gesprächen, Präsentationen, Gruppen oder Blamage. Häufig verbunden mit körperlichen Symptomen wie Erröten, Zittern oder Schwitzen.
Panikstörung (F41.0)
Wiederkehrende, unerwartete Panikattacken mit intensiven körperlichen Symptomen: Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Kribbeln, das Gefühl zu sterben oder die Kontrolle zu verlieren. Die Angst vor der nächsten Attacke kann genauso belastend sein wie die Attacke selbst.
Generalisierte Angststörung (F41.1)
Anhaltende, schwer kontrollierbare Sorgen über viele Lebensbereiche – Gesundheit, Familie, Arbeit, Finanzen. Die Sorgen sind kaum abzustellen, auch wenn man weiß, dass sie übertrieben sind.
Wann ist professionelle Unterstützung sinnvoll?
Wenn Angst dich in wichtigen Lebensbereichen einschränkt, du Situationen zunehmend meidest oder dauerhaft leidest – dann ist ein erstes Gespräch sinnvoll. Du brauchst keine Diagnose, um Hilfe zu suchen.
Angststörungen heißen in der neuen ICD-11 offiziell „Angst- oder furchtbezogene Störungen“ (Kategorie 6B0). Die Gruppe wurde stark vereinfacht, neu sortiert und gilt nun für alle Altersgruppen von Kindern bis zu Erwachsenen gleichermaßen. Wichtige Änderungen sind das Aufheben der strikten Trennung zwischen Phobien und anderen Angstformen sowie neue Einordnungen für bestimmte Unterarten